"Klassische Musik gibt uns die Möglichkeit, bei uns selbst zu sein, unser Leben zu reflektieren, unser ganzes Wesen in diesen alten Klängen zu spiegeln." , sagte Olafson in diesem Interview und das haben wir an diesem Abend versucht, ausgehend von der ersten der Goldbergvariationen.
Reicht es, wenn ich meinen Frieden habe? Oder du deinen? Ja … aber - fühlt sich das wirklich gut an? Oder ist es eine Vogelstrauß-Mentalität? Ist alles gut, wenn ich die Krisen der Welt außen vor lasse? Wo ist das “Wir“? Das Miteinander? Das Aussagen machen, Einstehen füreinander, Gastfreundschaft zeigen, Aufstehen gegen Ungerechtigkeit? Wie kommen mein Friede und dein Friede zusammen?
Diesen Fragen wollten wir nachgehen, in eigenen Gedanken, mit der Musik, mit den Gedanken aus Michaels Endes "Unendlicher Geschichte", mit Bibelstellen und im Gespräch mit unseren Nachbarn. Und vielleicht ist es uns etwas gelungen, dass aus meinem Frieden, aus deinem Frieden durch unsere kleinen Beiträge immer mehr unserer Frieden entstehen kann. Unser Frieden! Mit Ausrufezeichen.
Gott, unsere Welt weint, denn während wir ein Bett haben, verlieren andere ihr Zuhause. Während wir mit Menschen über Kleinigkeiten streiten, sagen andere Menschen für immer Lebwohl. Gott unsere Welt weint. Menschen ziehen Grenzen und schließen Andere aus. Manche denken, sie seien die Wichtigsten. Dabei gehören wir doch alle zusammen. Kannst du all das Chaos wieder zusammenpuzzeln? Denn in dein Herz, Gott, da passt doch die ganze Welt. Amen.




